Bild: earMUSIC

Extreme Power Metal

DragonForce

​​​​Ein trauriger aber nachvollziehbarer Abschied warf im Vorfeld seine Schatten: Mit Frédéric Leclerq ging nach Abschluss des diesjährigen Festivalsommers ein langjähriger Weggefährte in DragonForce-Rente. Die neue Scheibe bietet also tatsächlich die letzte Möglichkeit, den basslastigen Franzosen noch einmal in Aktion zu erleben. Tatsächlich hätte den Jungs wahrscheinlich kein treffenderer Name für das neue Album einfallen können: „Extreme Power Metal" ist die nunmehr neunte Studioplatte in der strahlend bretternden Bandgeschichte von DragonForce - und die hat es in sich! Dass sich die musikalisch extrem talentierten Pals aus London selbst nicht allzu ernst nehmen, dürfte allseits bekannt sein. Allein der Blick aufs neue Cover und die zugehörige Fotopromo im überdrehten 80s-Synth-Style, auf den selbst die Produzenten von „Kung Fury" neidisch sein dürften, reicht da schon aus. Oder eben die Tatsache, dass kein Geringerer als YouTube-Comedian und Metal-Meme-König Steve Terreberry alias Stevie T. so lange die Lücke am Bass füllen wird, bis eine geeignete Festlösung gefunden ist - was ein überragender Schachzug!

Doch zur Sache: Die neue Platte ist ein absolut stimmiges Spaßalbum geworden, auf dem sich Marc Hudson (Vocals), Herman Li (Gitarre), Sam Totman (Gitarre), Frédéric Leclercq (Bass) und Gee Anzalone (Drums) mal so richtig ausgelebt haben. Der Shred aus dem Plektrum von Gitarrengott Li steht mal wieder merklich im Vordergrund, während sich Sänger Hudson so offensiv wie nie zuvor in die Tiefen des 80s-Heavy Metal verirrt. Die zugehörigen Musikvideos („Heart Demolition", „Highway To Oblivion" und „Razorblade Meltdown") bilden da keine Ausnahme, sind unglaublich selbstironisch aufgezogen und zeigen DragonForce in ihrer natürlichsten Umgebung. Fans der Briten bekommen mit „Extreme Power Metal" exakt die neue Scheibe, die sie sich verdient haben!

Das Album bringt das, was alle Fans von DragonForce erwarten. Wir haben versucht, unsere Barrieren aus dem Weg zu räumen und alles noch etwas extremer auszulegen. Man glaubt ja kaum, wie sehr man versucht, sich selbst in eine bestimmte Richtung zu drängen.

Marc Hudson via Time For Metal

​Cleverer Titel - bei DragonForce wäre man schließlich nie auf die Idee gekommen, die Jungs würden schnellen, eskalierenden Metal spielen!

TRACKLIST

  1. Highway To Oblivion
  2. Cosmic Power Of The Infinite Shred Machine
  3. The Last Dragonborn
  4. Heart Demolition
  5. Troopers Of The Stars
  6. Razorblade Meltdown
  7. Strangers
  8. In A Skyforged Dream
  9. Rememberance Day
  10. My Hear Will Go On