Bild: Joel Holmqvist / Arising Empire

Epicenter

Aviana

​Dabei fing doch alles so gut an: 2016 fanden sich fünf Dudes in Göteborg zusammen, um gemeinsam Mucke zu machen. Aviana war geboren, kurz darauf folgte mit „Polarize" 2017 gar die erste Scheibe in Semi-Eigenproduktion. Der Durchbruch im skandinavischen Raum war geschafft, doch gerade als es weiter, höher, schneller bergauf gehen sollte, verabschiedete sich mit Frontmann Marcus Vik ein zentrales Rädchen im Aviana-Gefüge von der Bildfläche - wenn man den Posts via Social Media glauben kann, leider recht sang- und klanglos. Trotzdem - oder gerade deswegen - setzten Marcus Heffler (Gitarre), Oscar Forsman (Gitarre), Sebastian Colque (Bass) und Niclas Bergström (Drums) alle Hebel in Bewegung, um ihren ganz persönlichen Stern am Metalcore-Firmament heller strahlen zu lassen als jemals zuvor. Schon Ende 2017 hieß es deshalb: Musik schreiben und Sänger finden!

Wir alle haben in den letzten paar Jahren extrem unterschiedliche Musik gehört, auch in unserer Kindheit. Einige der Künstler, die uns beim Schreibprozess inspiriert haben, sind definitiv Limp Bizkit und Deftones, zuletzt aber auch Northlane oder sogar Eminem.

Marcus Heffler via Arising Empire

​Gesagt, getan: Inzwischen gibt sich Ex-Walking With Strangers- und Oceans Red-Shouter Joel Holmqvist am Aviana-Mikrofon die Ehre. In Zusammenarbeit mit Produzent Jeff Dunne (Fit For A King, Memphis May Fire, Crystal Lake) ist nun endlich Album Nummer 2 entstanden - und der stimmliche Neuzugang macht sich soundtechnisch direkt bemerkbar. Wo Aviana auf ihrem „Polarize"-Debüt noch vermehrt auf frickelige, technisch hoch komplexe Gitarrenspielereien sowie Viks relativ artgerechte Metalcore-Screams gesetzt haben, wirkt der Sound auf „Epicenter" nun deutlich runder, stimmiger und eingängiger. Aviana präsentieren sich hier als geschlossenes Kollektiv, gänzlich ohne Egotouren und mit einem Holmqvist am Mikrofon, dessen deutlich tiefere Stimmfarbe ehrlicherweise viel besser ins Gesamtbild passt. So vereint „Epicenter" alles, was ein gutes Stück Genre-Kost so mitbringen muss: feine Rhythmen, starke Cleans im Chorus, knackige Breakdowns und kompromisslose Brutalität - so sieht die Zukunft der Jungs definitiv rosig aus!

​Den Wechsel an vorderster Front haben die Söhne Göteborgs locker weggesteckt - mit neuer Stimmfarbe rocken Aviana ihren Neuanfang.

TRACKLIST

  1. My Worst Enemy
  2. Red Sky
  3. Altitude Sickness
  4. Erased
  5. Heavy Feather
  6. Look Away
  7. Celosia
  8. Frail
  9. Melancholia
  10. Hidden
  11. Ikigai
  12. More Than A Name